Joachim Müller führt das Oswalda Hus in Riezlern im Kleinwalsertal gemeinsam mit seiner Partnerin Cyrilla. 24 Zimmer. Bio durch und durch. Und eine Direktheit, die in der Hotellerie so selten ist, dass sie sich fast radikal anfühlt.
Das Kleinwalsertal liegt in Vorarlberg – erreichbar nur über Bayern, geografisch eingeschlossen, touristisch verschont. Genau deshalb ist es das, was es ist: still, echt, und für alle, die aus dem österreichischen Zentralraum kommen, überraschend nah.
Essen, das man nicht vergisst
Im Oswalda Hus ist Bio kein Zusatz, mit dem man sich schmückt, sondern die Grundlage der Küche. Das Haus ist biozertifiziert, gekocht wird von Joachim selbst. Die Zutaten stammen überwiegend von ausgewählten Produzenten aus der Region und werden durch das ergänzt, was im eigenen Permakulturgarten wächst. Vegetarische und vegane Gerichte gehören ebenso selbstverständlich zum Angebot, wie das Bio-Frühstücksbuffet, frisch zubereitete Eierspeisen und das abendliche Drei-GängeMenü. Dazu kommen biozertifizierte Weine kleiner Kellereien. Keine überladene Gourmetinszenierung, sondern eine bewusste Küche – und vielleicht genau deshalb ein Abend, an dem das Handy umgedreht auf dem Tisch liegen bleibt.
Ein Haus mit Haltung – und einem Infinity Pool, der das Tal rahmt
Schlichte, neue Zimmer mit viel warmem Holz und Fenstern, hinter denen Bergkulisse wartet. Ein beheizter Infinity Pool mit Blick ins Kleinwalsertal – das Wasser warm, die Luft frisch, der Kontrast genau richtig. Sauna, Dampfbad, ganzheitliche Anwendungen, Hatha-Yoga. Alles da, nichts aufgedrängt.
Was fehlt: der anonyme Großhotelbetrieb, in dem man drei Tage verbringt und beim Auschecken niemanden kennt. Was dafür da ist: Joachim, der irgendwann einfach vorbeikommt. Nicht weil er muss. Weil er so ist.
Das Kleinwalsertal im Frühling, Sommer, Herbst
Im Frühling riecht die Luft nach aufgetauter Erde und frisch gemähten Wiesen – dieser Geruch, den man im Stadtleben komplett verlernt hat. Im Sommer: Almwiesen unter kobaltblauem Himmel, Wanderwege ins Walser Naturreich, Berghütten, an denen der Abend einfach nicht enden will. Im Herbst wird das Tal ruhiger, bunter, irgendwie tiefer – die Hänge leuchten, die Luft hat Biss, und der Trubel ist längst woanders. Die Bergbahnen sind im Preis inklusive. Wer lieber zu Fuß geht, hat genauso recht.
Was bleibt
Ein Abend, an dem das Essen so gut war, dass das Handy die ganze Zeit umgedreht auf dem Tisch lag. Ein Morgen, an dem der Pool noch leer war und das Tal im Dunst hing. Das Gefühl, für ein paar Tage bei jemandem zu Gast gewesen zu sein – nicht in einem Betrieb.
Das Oswalda Hus ist kein Ort für alle. Wer Anonymität und Eventprogramm sucht, wird anderswo fündiger. Wer aber spüren will, wie es ist, wenn ein Ort wirklich hinter dem steht, was er tut – und das mitten in einer der unberührtesten Ecken Vorarlbergs: hier stimmt einfach alles zusammen.
Der Gegenpol zum Stadtleben. Und zwar einer, der sich nicht wie Verzicht anfühlt.
Hier findet Ihr das Reiseziel auf Google Maps
Lifestyle-2-Go Tipp: Das Kleinwalsertal ist nur der Anfang.
Wer merkt, dass das Vorarlberger Bergidyll mehr als einen Kurztrip verdient – oder neugierig wird,
was die Region jenseits von Riezlern zu bieten hat: Bei den AllgäuTopHotels stöbert man sich
ehrlich gesagt schnell durch die Partnerbetriebe, alle familiengeführt, alle mit diesem Gefühl, das man sucht, wenn der Alltag zu laut geworden ist.
Dieser Artikel entstand in Kooperation mit Allgäu Top-Hotels.