Hoteltipp: ein Elefant mitten in Ljubljana
Der größte Luxus des Best Western Premier Hotel Slon ist seine Lage. Das Hotel befindet sich im Zentrum von Ljubljana, nur wenige Gehminuten vom Prešeren-Platz, der berühmten Drei-Brücken-Anlage und der Altstadt entfernt. Wer hier übernachtet, kann das Auto stehen lassen und beinahe alles zu Fuß entdecken.
Und dann wäre da noch der Elefant. „Slon“ bedeutet auf Slowenisch tatsächlich „Elefant“. Der Name erinnert an Suleiman, einen Elefanten, mit dem der spätere Kaiser Maximilian II. im Jahr 1552 in Ljubljana Station machte. Das exotische Tier beeindruckte die Bevölkerung so sehr, dass die Erinnerung daran blieb – und schließlich dem Hotel seinen Namen gab.
Heute verbindet das traditionsreiche Stadthotel seine zentrale Lage mit komfortablen Zimmern, einem umfangreichen Frühstück und einer besonders angenehmen Adresse für die erste oder letzte Pause des Tages: der Zvezda Lounge Bar mit ihren handgemachten Süßspeisen.
Eine Altstadt, die für Menschen gemacht wurde
Von hier führt der schönste Weg einfach geradewegs ins Stadtleben. Über den Prešeren-Platz und die Drei Brücken geht es zu den Uferpromenaden der Ljubljanica, zum Zentralmarkt und weiter in die historische Altstadt.
Viele dieser Orte tragen die Handschrift von Jože Plečnik. Der slowenische Architekt gestaltete Ljubljana zwischen den 1920er- und 1940er-Jahren als Stadt für Menschen – mit Plätzen, Brücken, Märkten und Grünräumen, die bis heute selbstverständlich ineinandergreifen. Seit 2021 gehören ausgewählte Werke Plečniks in Ljubljana zum UNESCO-Welterbe.
Über der Stadt thront die Burg von Ljubljana. Wer nicht zu Fuß hinaufgehen möchte, erreicht sie mit der Standseilbahn in rund einer Minute. Von der Aussichtsplattform öffnet sich der Blick über die roten Dächer der Stadt – bei klarem Wetter bis zu den Kamniker und Steiner Alpen.
Ljubljana aus der Wasserperspektive
Die Ljubljanica ist weit mehr als eine dekorative Kulisse. Sie gibt der Stadt ihren Rhythmus, trennt und verbindet ihre Viertel und schafft mitten im Zentrum überraschend ruhige Perspektiven.
Im Sommer lässt sich Ljubljana bei einer geführten Kajak- oder SUP-Tour vom Wasser aus entdecken. Man paddelt unter den Brücken hindurch, vorbei an Cafés, Märkten und historischen Fassaden – während das Stadtleben ein paar Meter weiter seinen gewohnten Gang geht.
Auch ökologisch ist der Fluss bedeutend: Sein Korridor verbindet wertvolle Lebensräume zwischen den Natura-2000-Gebieten des Ljubljanaer Moors und des Save-Raums. Die frühere Aussage, die gesamte Ljubljanica sei selbst ein Natura-2000-Schutzgebiet, wäre allerdings zu pauschal.
Ljubljana wurde 2016 zur Europäischen Grünen Hauptstadt gekürt. Noch interessanter als der Titel ist, wie selbstverständlich sich diese Haltung heute anfühlt: ein weitgehend verkehrsberuhigtes Zentrum, viele Grünflächen, kurze Wege und eine Stadtgröße, die dazu einlädt, das geplante Programm auch einmal zu vergessen.
Kuchen, Markt und lange Kaffeepausen
Ljubljana ist eine Stadt für Menschen, die gern sitzen bleiben. Entlang der Ljubljanica reiht sich ein Café an das nächste, doch die Kuchenpause im Hotel Slon bleibt eine unserer liebsten Erinnerungen. Die heutige Zvezda Lounge Bar führt die süße Seite des Hauses weiter – ideal nach einem langen Tag zwischen Burg, Galerien und Fluss.
Wer an einem Freitag in Ljubljana ist, sollte außerdem beim Zentralmarkt vorbeischauen. Von Frühling bis Herbst verwandelt die „Open Kitchen“ den Pogačarjev trg bei passendem Wetter in eine große Freiluftküche. Restaurants und Produzenten aus ganz Slowenien servieren dort ihre Spezialitäten – lebendig, unkompliziert und perfekt für eine kulinarische Mittagspause.
Hier findet Ihr das Reiseziel auf Google Maps
Lifestyle-2-Go Tipp: drei Schnurrbärte auf zwei Rädern
Noch immer eine der unterhaltsamsten Möglichkeiten, Ljubljana kennenzulernen, ist die rund dreistündige Bart-Tour.
Mit dem Fahrrad folgt man den Spuren dreier großer Schnurrbartträger: des Architekten Jože Plečnik, des Schriftstellers Ivan Cankar und des Malers Rihard Jakopič. Die Tour verbindet das Plečnik-Haus, die Nationalgalerie und die Švicarija im Tivoli-Park mit Geschichten, kleinen kulinarischen Pausen und einer guten Portion Retro-Charme.
Keine klassische Stadtführung. Und gerade deshalb eine ziemlich gute Idee.