Herbst in La Mamounia: Die Stunde, in der Marrakech zur Ruhe kommt

Winston Churchill nannte La Mamounia „den schönsten Ort der Welt“ – ein Satz, mit dem sich leicht kokettieren lässt, der aber im Oktober tatsächlich stimmt. (Fotocredit: La Mamounia)
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La Mamounia Marrakech
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Autor: Redaktion

Die Gluthitze des Sommers ist dann vorbei, die Souks atmen wieder, und über den Dächern der Medina taucht am Horizont der schneebedeckte Atlas auf. Wer jetzt anreist, bekommt Marrakech ohne dessen anstrengendste Eigenschaft: die Temperatur.

1923, Churchill, Jacques Garcia – und dann kam Jouin & Manku

La Mamounia trägt seine Geschichte, ohne davon erdrückt zu werden. Eröffnet 1923, von Jacques Garcia erstmals aus dem Dornröschenschlaf geholt, 2020 von Patrick Jouin und Sanjit Manku noch einmal neu gedacht – das Ergebnis sind 136 Zimmer und 71 Suiten, drei Riads mit eigenem Ozon-Pool auf der Terrasse, und ein Garten, der älter ist als das Hotel selbst: hundertjährige Olivenbäume, Orangenhaine, ein Grün, das die eigentliche Attraktion des Hauses ist.

Pool im La Mamounia
Pool im La Mamounia © La Mamounia
La Mamounia Marrakech
Hotelsuite © La Mamounia
Spabereich © La Mamounia

Aber Marrakech ist mehr als sein schönstes Hotel

Wer nur innerhalb der Mauern bleibt, verpasst den Grund, warum man überhaupt hier ist. Fünf Gehminuten trennen La Mamounia von der Djemaa el-Fna, dem Platz, den die UNESCO zum immateriellen Kulturerbe erklärt hat – tagsüber Saftstände und Zahnärzte unter freiem Himmel, nachts Trommler, Geschichtenerzähler und der Geruch von gegrilltem Fleisch. Von dort ist es nicht weit zu den Souks, wo Feilschen kein Klischee, sondern Grundregel ist. Wer der Medina für ein paar Stunden entkommen will, fährt ins moderne Viertel Gueliz und in den Jardin Majorelle: das kobaltblaue Gartenhaus, das einst Yves Saint Laurent gehörteein Kontrastprogramm, das zeigt, wie zweigeteilt diese Stadt tickt. 

Salon d'Honneur
Salon d'Honneur © La Mamounia
Susanne Kaufmann x La Mamounia
Susanne Kaufmann meets La Mamounia © La Mamounia
Hier findet Ihr das Reiseziel auf Google Maps

Lifestyle-2-Go Tipp

Ab 1. Oktober kooperiert das Spa von La Mamounia exklusiv mit Susanne KaufmannMarokko-Debüt der Vorarlberger Marke. Klingt zunächst wie eine kuriose Kombination, alpine Pflanzenkosmetik in der Wüste, ergibt aber Sinn: Beide setzen auf Pflanzen statt Chemie, auf Ritual statt Routine. Herzstück ist das SK x La Mamounia Hammam Ritual – klassisches Hammam, gefolgt von der SK Signature Body Massage. Wer es reduzierter mag, bucht das SK Signature Facial. 

FAQ: Das Wichtigste für die Reiseplanung

Was kostet ein Aufenthalt für drei Nächte?

Realistisch, ohne Rabattaktionen: Ein Classic-Zimmer im La Mamounia startet bei rund 400 € pro Nacht, macht für drei Nächte etwa 1.200 €, plus Kurtaxe (5 €/Person/Nacht) und Frühstück, falls nicht inkludiert (ca. 50 €/Person/Tag). Dazu Flug und Verpflegungein Abendessen für zwei mit einer Flasche Wein liegt in den Hotelrestaurants bei etwa 150–200 €, marokkanischer Wein aus der Region Meknès ist dabei deutlich günstiger als importierte Labels. Insgesamt für zwei Personen, drei Nächte, Flug und ein bis zwei Abendessen: grob 2.500 bis 3.200 €, je nach Saison und Vorlaufzeit auch deutlich darunter oder darüber. 

Aus Deutschland fliegt Ryanair direkt aus Köln/Bonn, Düsseldorf Weeze und Berlin Brandenburg. Lufthansa und Eurowings Discover verbinden Frankfurt direkt mit Marrakech. Auch ab München, Hamburg und Stuttgart gibt es Verbindungen, teils mit Zwischenstopp. Von Wien gibt es aktuell keinen Direktflug – die Anreise läuft meist über Frankfurt, München oder Madrid. 

Nein. Für touristische Aufenthalte bis zu 90 Tagen ist für deutsche und österreichische Staatsangehörige kein Visum nötig. Der Reisepass muss bei Einreise noch mindestens drei Monate gültig sein, empfohlen werden sechs Monate; der Personalausweis allein reicht nicht als Einreisedokument. 

Neben Djemaa el-Fna und dem Jardin Majorelle lohnen sich der Bahia-Palast mit seinen Kachel- und Stuckarbeiten, die Saadier-Gräber und die Ben-Youssef-Medersa, eine der ältesten Koranschulen der Stadt. Für einen Tagesausflug ins Atlasgebirge braucht man ab Marrakech nur etwa 90 Minuten. 

La Mamounia ist bekannt für Pop-up-Dinner in den Gärten, kuratiert von Spitzenköchen wie Emmanuel Renaut und Olivier Nasti, mit Desserts von Pierre Hermé. Dazu kommen private Hochzeiten, Galas und kulturelle Anlässe, die das Haus in seinen historischen Gärten und im schwarz-weißen Patio ausrichtet – Termine variieren je Saison und werden über das Hotel direkt kommuniziert.

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