Am Morgen liegt noch ein Hauch Kühle über dem Olivenhain, dann schiebt sich die Sonne über die Kalksteinfelsen und färbt sie honiggelb. Es knirscht Kies unter Fahrradreifen, irgendwo klackt eine Pétanque-Kugel. Im Herbst zeigt sich die Provence von ihrer intensivsten Seite: mildes Licht, eine angenehme Brise statt sommerlicher Hitze, ruhigere Landstraßen. Mittendrin, auf einem fünf Hektar großen Olivenhain nahe Les Baux-de-Provence, liegt das Hameau des Baux – das erste Haus der Kollektion Les Petites Maisons. Ein provenzalischer Weiler, in dem man sich weniger wie in einem Hotel fühlt als bei guten Freunden auf dem Land, die zufällig sehr guten Geschmack haben.
Ein Dorf für sich: unprätentiöser Luxus zwischen Olivenbäumen
Das Hameau des Baux liegt in Paradou, fünf Minuten unterhalb des Château des Baux, und ist eher Ensemble als Hotel. 27 Suiten verteilen sich auf verschiedene provenzalische Häuser, viele mit eigener Terrasse über Rosengärten, Olivenhain oder Mandelfeld. Statt Lobby-Prunk gibt es eine Bibliothek, statt Animation eine Partie Pétanque unter Platanen. Genau dieses Understatement ist der Luxus: Niemand drängt, alles ist da, wenn man es braucht.
Neu im Ensemble ist La Villa, das neue Hauptgebäude mit zehn lichtdurchfluteten Zimmern und Suiten. Ihre großzügigen Terrassen schauen direkt auf das Alpilles-Massiv – im Herbst, wenn die Felsen am späten Nachmittag rosa und golden glühen, ist das der Logenplatz des Hauses. Wer ein Zimmer bucht, sollte genau danach fragen.
Zum Haus gehört eine eigene Olivenölproduktion mit AOC-Siegel, das Hotel trägt die Umweltauszeichnung La Clef Verte. Nach einem aktiven Tag warten zwei Pools, einer davon beheizt von April bis anfang November, ein Tennisplatz und ein Fitnessraum. Und wer die Gegend mit Wind im Haar erkunden möchte, steigt in einen Vintage-Citroën Méhari – das kantige Strandauto der Siebziger ist hier das charmanteste Verkehrsmittel zwischen Olivenhain und Dorfcafé.
Draußen sein: Wandern, Radeln und Golf in den Alpilles
Im Herbst wird das Hameau zum idealen Ausgangspunkt für alle, die draußen sein wollen. Direkt vor der Tür beginnt der Regionale Naturpark Alpilles. Die Wege führen über die Kalksteinfelsen hinauf zu Aussichtspunkten mit weiten Panoramablicken. Im Sommer ist es dafür oft zu heiß, im Oktober dagegen sind die Temperaturen ideal für lange Herbstwanderungen – und für ein Picknick mit Brot, Ziegenkäse und dem Öl aus dem eigenen Hain.
Wer lieber rollt, nimmt sich eines der hauseigenen Fahrräder oder E-Bikes. Auf kleinen Nebenstraßen geht es vorbei an Zypressenreihen, Olivenhainen und Weingütern, von Dorf zu Dorf, ohne nennenswerte Steigungen – wer will, nimmt mit Motorunterstützung die Serpentinen hinauf nach Les Baux. Auch Ausritte durch die provenzalische Landschaft lassen sich organisieren.
Golferinnen und Golfer haben es nicht weit: Der renommierte Golfplatz Servanes liegt nur rund sieben Kilometer vom Hotel entfernt. Ein Herbstmorgen auf dem Grün, der Nachmittag am Pool, der Abend am Dorfplatz – so sieht ein Tag aus, an dem man am Ende nichts vermisst.
Hier findet Ihr das Reiseziel auf Google Maps
Lifestyle-2-Go Tipp: Blick & Olivenöl
Bei der Buchung nach einem Zimmer in La Villa mit Terrasse Richtung Alpilles fragen – der Sonnenuntergang über den Felsen ist hier im Herbst am schönsten. Die Carrières des Lumières am besten am späten Nachmittag besuchen, online gebucht, und danach direkt zum Abendessen ins Allegria! fahren. Und: Eine Flasche Olivenöl aus dem eigenen Hain ist das schönste Souvenir.