Novemberstille: Himmlische Auszeit im Kloster mit diesen 3 Tipps

Wenn draußen der Nebel hängt, beginnt hinter Klostermauern die schönste Zeit für Stille. Warum der November mit Klösterreich kein grauer Monat ist – sondern ein leiser. Und die beste Zeit für eine Auszeit im Kloster.
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Stift_Geras_Stiftsansicht (c) Schoebinger
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Autor: Redaktion

Werbung | Dieser Beitrag entstand in bezahlter Kooperation mit Klösterreich.

Der November hat einen schlechten Ruf. Zu dunkel, zu nass, der Tag schon vorbei, bevor er richtig begonnen hat. Kaum ein Monat wird so oft weggewünscht. Dabei ist er vielleicht der ehrlichste des ganzen Jahres – und die beste Zeit für eine Auszeit im Kloster. Die Blätter sind gefallen, die Gärten ruhen, die Landschaft zeigt, was bleibt, wenn alles Überflüssige weg ist.

Genau diesen Zustand suchen viele von uns das ganze Jahr über – in Klöstern gehört er seit Jahrhunderten zum Rhythmus. Unter dem Dach von Klösterreich öffnen mehr als 20 Stifte und Orden in Österreich, Südtirol, Ungarn und Tschechien ihre Türen für Gäste, unabhängig von Glauben oder Familienstand.

Und wer sich jetzt eine Auszeit im Kloster gönnt, findet Kreuzgang, Stiftskirche und Klosterhof so, wie sie gemeint sind: still, weit, ohne Programmdruck.

Stift_Lilienfeld_Kreuzgang
Stift Lilienfeld Kreuzgang (c) Wolfgang Auinger

Warum gerade der November ins Kloster passt

Im Kloster muss der November nichts beweisen. Kein Gartenfest fällt ins Wasser, kein Sonnenuntergang wird verpasst. Der Tag folgt den Gebetszeiten, nicht dem Wetterbericht. Morgens liegt Nebel über den Mauern, mittags fällt fahles Licht durch hohe Fenster, abends klingt das Chorgebet durch das Gewölbe.

In vielen Gästezimmern gibt es bewusst keinen Fernseher, und wer möchte, gibt Handy und Laptop gleich an der Pforte ab. Was zunächst nach Verzicht klingt, fühlt sich spätestens am zweiten Tag erstaunlich weit an. Der November wird dann nicht mehr ausgesessen. Er wird gelebt.

Stift Zwettl Führung (c) Stift Zwettl

Schweigen als Führungsaufgabe: Exerzitien in St. Lambrecht

Wer im Alltag ständig entscheiden, reden und Haltung zeigen muss, findet in der Obersteiermark ein Angebot, das genau dort ansetzt. Das Benediktinerstift St. Lambrecht, das 2026 sein 950-jähriges Bestehen feiert, lädt von 11. bis 15. November zu Exerzitien für Führungskräfte.

Der Titel ist Programm: „Sich zurücknehmen und loslassen“. Vier Tage im Schweigen, mit Impulsen aus der Regel des heiligen Benedikt, Meditationen, kontemplativem Gebet und viel Zeit für Stille. Altabt Otto Strohmaier begleitet die Tage.

Persönliche Einzelgespräche gehören dazu – für Frauen wie Männer. Rundherum liegt der Naturpark Zirbitzkogel-Grebenzen: Platz für einen Kopf, der zwischendurch einfach nur Luft braucht. 

Auszeit im Kloster im November
Willkommen (c) Stift Zwettl
Im Gespräch bei den Exerzitien für Führungskräfte
Gespräche (c)Claudia Börner

Ein Abend im Waldviertel: Monatswallfahrt im Stift Geras

Es geht auch kürzer. Im Stift Geras, dem nördlichsten Stift Österreichs, lädt am 20. November die Monatswallfahrt ein, jeweils um 19.30 Uhr. Ein Abendtermin, der wie gemacht ist für diese Jahreszeit: ankommen, wenn es draußen längst dunkel ist, und in der barockisierten Stiftsbasilika der Prämonstratenser zur Ruhe kommen, die hier seit 1153 leben und beten.

Wer schon am Nachmittag anreist, verbindet den Abend mit einem Spaziergang im angrenzenden Naturpark Geras – Waldviertel im Spätherbst, mit Moos, Granit und dieser besonderen Stille, die nur Landschaften kennen, in denen wenig los ist.

Und wer nach der Wallfahrt nicht mehr durch die Nacht zurückfahren will, bleibt einfach: Im Jakob-Kern-Gästehaus, direkt auf dem Klostergelände, können Gäste übernachten.

Stift Geras Marmorsaal (c) Stift Geras

Stille zum Verschenken: Ideen aus dem Klosterladen

Und weil im November die ersten Wunschlisten entstehen: Manches der schönsten Weihnachtsgeschenke wartet im Klosterladen. In St. Lambrecht gibt es zum Jubiläum eigene Produkte – vom Mariazeller Lebkuchen bis zur Rotwildpastete aus dem Stiftswald und einem Jubiläumskräutersalz.

Wer lieber Zeit verschenkt als Dinge, greift zu einem Klösterreich-Gutschein, einlösbar für Übernachtungen, in Klosterläden oder bei Besichtigungen. Ein Geschenk, das nicht im Kasten verschwindet, sondern irgendwann im nächsten Jahr zu einem stillen Wochenende wird. Ein bisschen Weite unterm Weihnachtsbaum. 

Personen im Klosterladen in Stift St Lambrecht
Klosterladen (c) Stift St. Lambrecht

Lifestyle-2-go-Tipp:

Reise für die Exerzitien mit dem Zug bis Mariahof-St. Lambrecht an der Südbahn und lass die letzten acht Kilometer Bus oder Taxi übernehmen – dann kommst du schon entschleunigt an. Die Tage beginnen am Mittwoch um 16 Uhr, ein Puffer für die Anreise lohnt sich. Und für die Geschenke: Der Klosterladen in St. Lambrecht hat Montag bis Freitag geöffnet, am Wochenende nicht. Wer am Sonntag nach den Exerzitien heimfährt, kauft also besser schon unter der Woche ein. 

Auf einen Blick:

Muss ich religiös sein, um eine Auszeit im Kloster zu machen?

Nein. Die Stifte und Orden von Klösterreich sind für alle Gäste offen – unabhängig von religiöser Überzeugung, Zugehörigkeit oder Familienstand. 

Von Mittwoch, 11. November, 16 Uhr, bis Sonntag, 15. November, 13 Uhr, in der Schule des Daseins im Benediktinerstift St. Lambrecht. Anmeldung über die Website oder unter kanzlei@schuledesdaseins.at, Tel. +43 3585 2305 10. 

Der Seminarbeitrag liegt bei 220 Euro zuzüglich USt. Dazu kommt die Unterkunft im Kloster mit Vollpension: 73 Euro pro Nacht im Einzelzimmer, 63 Euro pro Person im Doppelzimmer, plus 2,50 Euro Ortstaxe pro Nacht. Die Anreise ist individuell zu organisieren.

Am Freitag, 20. November, um 19.30 Uhr, im Stift Geras. 

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