Sagen, Stahlseil und zwei Sterne: Klettern am Glungezer

Am Glungezer beginnt der Tag mit einem Karabiner im Stahlseil und einer Sage im Kopf. Abends endet er in Hall in Tirol bei Johannes Nuding im Schwarzen Adler, ausgezeichnet mit zwei Michelin-Sternen.
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Glungezer Zirbenweg
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Autor: lifestyle-2-Go

Dazwischen liegen die Glungezerhütte, ein entspannter Stopp im Hotel Geisler und die Frage, warum Bergmagie und kulinarischer Hochgenuss eigentlich so selten gemeinsam erzählt werden.

Bergmagie am Sagen-Klettersteig

Der Sagen-Klettersteig am Glungezer ist kein beliebiger Klettersteig mit Aussicht. Er folgt der Sage vom Glungezerriesen und führt über Passagen mit Namen wie „Balkon des Königs“, „Krone der Prinzessin“ oder „Zauberwand“. Das klingt fast verspielt, fühlt sich am Fels aber durchaus echt an. 

Der Einstieg liegt oberhalb des Zirbensees. Von dort wird aus einem Bergtag eine kleine Erzählung: Stahlseil, Felskontakt, Blick ins Inntal und immer wieder diese Momente, in denen man kurz innehält, bevor der nächste Karabiner umgehängt wird. 

Für gelegentliche Freizeitkletterer ist der Steig interessant, weil er fordernd genug ist, ohne nach alpiner Selbstdarstellung zu klingen. Die offizielle Schwierigkeit B/C heißt: trittsicher, schwindelfrei und mit Klettersteigset, Helm und Gurt unterwegs sein. Wer nur eine Wanderung mit ein bisschen Stahlseil erwartet, sollte ehrlicher planen. Wer Klettersteige mag und die eigene Kondition realistisch einschätzt, bekommt hier einen sehr stimmigen Bergtag. 

Gerade die Sagenwelt macht den Unterschied. Man klettert nicht nur von Abschnitt zu Abschnitt, sondern durch eine Route, die eine eigene Stimmung hat. Aus Stahlseil, Stein und Aussicht wird ein Bergerlebnis mit Charakter. 

Sagen-Klettersteig Glungezer
Zirbensee ©Daniel Oelz
Glungezer Klettersteig
Glungezer Klettersteig ©Daniel Oelz
Sagen-Klettersteig Glungezer
Schartenkogel ©Daniel Oelz

Einkehr in der Glungezerhütte

Nach dem letzten Karabiner ist die Glungezerhütte der richtige Ort, um den Körper wieder in einen langsameren Rhythmus zu bringen. Kein großes Programm. Sitzen, trinken, schauen. Nach einem Klettersteig schmeckt fast alles besser, weil man es sich ehrlich verdient hat. 

Genau hier beginnt der Übergang vom Bergtag zum Genusstag. Der Kopf ist leerer, die Beine sind spürbar, die Gespräche werden besser. Man spricht über die Schlüsselstelle, über den Moment, in dem kurz Respekt aufgekommen ist, über den Blick ins Inntal. Und irgendwann über die Frage, was der Abend noch bringt. 

Hall in Tirol und die zweite Magie des Tages

Hall in Tirol ist die elegante Brücke zwischen Berg und Abend. Die Altstadt ist historisch, aber nicht museal; groß genug für Atmosphäre, klein genug für einen entspannten Abend. Nach dem Glungezer braucht man hier keine große Besichtigungstour. Man braucht einen Platz, einen guten Tisch und Menschen, mit denen man die Höhenmeter noch einmal durchgehen kann. 

Der passende Abschluss für diese Version des Tages ist der Schwarze Adler in Hall. Johannes Nuding steht für eine Küche, die internationale Präzision mit Tiroler Herkunft verbindet. Die Auszeichnung mit zwei Michelin-Sternen macht den Schwarzen Adler zum kulinarischen Gegenpol zur Sagenwelt am Berg. 

So entsteht die eigentliche Klammer dieses Kurztrips: morgens die Magie der Sagenwelt, abends die Magie des kulinarischen Hochgenusses. Erst „Zauberwand“ am Berg, dann Präzision am Teller. Erst Stahlseil, dann Silberbesteck. Erst Höhenmeter, dann zwei Sterne. 

Altstadt Hall in Tirol
Altstadt Hall in Tirol © Tourismusverband Region Hall-Wattens

So könnte dein Glungezer-Wochenende aussehen

Anreise und Übernachtung im Hotel Geisler in Tulfes. Am nächsten Morgen früh zum Glungezer, Einstieg in den Sagen-Klettersteig, danach Einkehr in der Glungezerhütte. Am Nachmittag zurück ins Hotel, kurz entspannen und abends nach Hall in Tirol. Dort wird aus dem Bergtag ein Gourmetabend im Schwarzen Adler. 

Das ist kein Programm für Menschen, die möglichst viel abhaken wollen. Es ist ein kuratierter Tirol-Tag für alle, die Aktivsein und Genuss nicht trennen möchten. 

Hotel Geisler Pool im Garten
Hotel Geisler Garten mit Pool © Hotel Geisler
Hier findet Ihr das Reiseziel auf Google Maps

Lifestyle-2-Go Tipp: Übernachten im Hotel Geisler in Tulfes

Wer aus dem Klettertag ein kleines Tirol-Wochenende machen möchte, findet im Hotel Geisler in Tulfes die passende Basis. Das Frühstückshotel liegt am Sonnenplateau oberhalb von Hall und Innsbruck, nahe am Glungezer – ideal, um morgens unkompliziert in den Bergtag zu starten und abends trotzdem schnell in Hall zu sein. 

Schön ist die unaufgeregte Art des Hauses: kein großes Wellness-Pathos, kein Chichi, sondern ein weiches Bett, gutes Frühstück, Ruhe nach dem Bergtag und vielleicht noch ein Sprung in den Pool. Genau diese Leichtigkeit macht aus einem aktiven Tag einen entspannten Kurzurlaub. 

Klettern am Glungezer

Für wen eignet sich der Sagen-Klettersteig am Glungezer?

Der Sagen-Klettersteig am Glungezer eignet sich für trittsichere und schwindelfreie Freizeitkletterer mit etwas Klettersteigerfahrung. Die Route ist mit B/C angegeben und verlangt vollständige Klettersteigausrüstung mit Helm, Gurt und Klettersteigset. 

Besonders ist die Verbindung aus alpinem Klettersteig, Aussicht und Sagenwelt. Passagen wie „Balkon des Königs“, „Krone der Prinzessin“ oder „Zauberwand“ geben der Tour eine erzählerische Stimmung, die gut zum Glungezer passt.

Die Glungezerhütte ist die naheliegende Einkehrmöglichkeit zur Tour. Nach dem Klettersteig ist sie ein guter Ort, um zu trinken, zu essen und die Tour mit Blick auf die Berge langsam ausklingen zu lassen.

Das Hotel Geisler in Tulfes ist durch seine Lage nahe am Glungezer und die gute Erreichbarkeit von Hall und Innsbruck eine passende Basis für aktive Tage in der Region. 

Weil der Schwarze Adler in Hall mit zwei Michelin-Sternen ausgezeichnet ist und damit den hochwertigen kulinarischen Gegenpol zur Sagenwelt am Berg bildet. Aus dem Klettertag wird ein Abend zwischen Altstadt, Spitzenküche und Genuss. 

Dieser Artikel ist Teil 3 unserer Tirol wie die locals – Serie und entstand in Kooperation mit dem Tourismusverband Hall-Wattens, spiegelt jedoch die Erfahrung der Redakteure wider.