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Wochenender – Slow Travel in Deutschland

Regional verreisen statt in den Flieger steigen: Schon das Blättern in den Büchern der Reisebuchreihe WOCHENENDER lässt einen frei durchatmen und hilft gegen Lagerkoller. Vor allem aber wecken sie die Vorfreude auf regionales Reisen in Deutschland. Zum Beispiel nach St. Peter-Ording oder in die Lüneburger Heide. Denn das kleine große Glück liegt wirklich nah. 

Sand war jahrhundertelang St. Peter-Ordings Fluch, ein Grund zu gehen. Heute ist er ein Grund zu kommen. Ein weiter Strand, Wind und Gezeiten ungeschützt ausgesetzt, von Prielen durchzogen, alles an ihm rau und stürmisch und großartig: St. Peter-Ording ist ein Klassiker. Umso erstaunlicher, dass die Halbinsel Eiderstedt, vor deren Zipfel die berühmte Sandbank liegt, bis heute fast ein Geheimtipp geblieben ist. Dabei ist das Gebiet so etwas wie der Inbegriff der deutschen Nordseeküste: Alles ist weit, flach und offen, vom Meer umschlossen.  

Freude am Entdecken  

Diese unentdeckten Orte und Regionen zu finden und zu teilen, hat sich Verlegerin Eli Frenz mit ihrer Reisebuch-Reihe WOCHENENDER zur Aufgabe gemacht. Der WOCHENENDER ist 2018 aus ihrer Liebe zu guter Fotografie und der Freude am Entdecken entstanden: „Vor drei Jahren machte ich mich auf den Weg, diese Idee Wirklichkeit werden zu lassen. Ich fand Orte, die alle Sinne ansprechen. Orte, die uns guttun. Orte, die besonders sind.“ Entstanden sind daraus keine typischen Reiseführer, sondern Reisebücher, die handverlesene Tipps bieten – mit Fokus auf gut recherchierte, unkonventionelle Orte, hochwertige Fotografie, prägnante Texte und modernes Design. Inzwischen gibt es bereits acht Bände über Norddeutschland und Brandenburg.  

„Die Reihe wendet sich an bekennende, aber zunehmend gestresste Stadtmenschen, die Erholung im ländlichen Umland ohne lange und umweltbelastende Reise suchen“, so Eli Frenz. „Raus aus der Stadt, raus aus der Ehrgeizfalle, hinein in die Ruhe. Wir wollen dazu inspirieren, nicht als erstes ins Flugzeug zu steigen, um schöne Orte zu entdecken, sondern sich vor der eigenen Haustür umzusehen.“ 

Kontrastreiche Regionen: Nordseeküste und Lüneburger Heide 

Nun ist St. Peter-Ording zwar kein Geheimtipp, aber wer glaubt, die Gegend zu kennen, wird sich wundern, was es dort noch alles zu entdecken gibt. Der „WOCHENENDER Nordseeküste: St. Peter-Ording, Eiderstedt“ vereint Klassiker mit versteckten Orten und zeigt die Region mit all ihren Kontrasten, zwischen alt und modern, zwischen Tourismus und Abgeschiedenheit. Der Blick ist dabei immer ein besonderer. Auf 192 hochwertig gestalteten Seiten zeigt er die schönsten Orte, Lokale, Manufakturen und Unterkünfte sowie ausgewählte Radtouren der Region.  

Ebenfalls ein Ort der Kontraste, ist die Lüneburger Heide, wie der Band „WOCHENENDER Lüneburger Heide“ zeigt. Dass es im Süden schöner wird, haben wir alle schon in unserer Kindheit gelernt, wenn die Sommerferien da waren. Das gilt sogar hoch im Norden. Denn wo Hamburg im Süden aufhört, fängt die Heide an. Je mehr man sich von der Stadt entfernt, desto weiter wird der Horizont, desto gemächlicher das Leben. Die Heide (also die Pflanze) macht zwar nur ein Prozent der gesamten Fläche aus, doch wenn sie im August und September blüht, leuchtet die ganze Region. Dann verwandelt sich die weite, fast baumlose Landschaft in einen lilafarbenen Teppich. 

Große Sehnsuchtsorte ganz nah

Eli Frenz wollte wissen, was das mit dem Leben macht, wenn eine Region wie eine Pflanze heißt, die bloß ein einziges Mal im Jahr für kurze Zeit blüht: „Wir haben die Region vor, während und nach der Blüte erlebt. Im Dornröschenschlaf und voller Menschen. Wir haben gesehen, wie bei klarem Sonnenschein die Blätter und Blüten leuchten, wie im Herbst der Morgennebel über die Hügel zieht und der Tau die Heidezweige weiß anmalt, und in welchen Cafés man es sich bei Nieselregen am gemütlichsten macht.“ 

Die Heide lässt sich am besten zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit der Pferdekutsche erkunden. Der berühmteste Weg und für viele der schönste ganz Deutschlands ist der 223 Kilometer lange Heidschnuckenweg, der noch auf Hamburger Stadtgebiet beginnt. Wenn man dann von einem langen Wandertag auf der ersten Etappe zurückkehrt, kann man es sich beispielsweise im Nordheidehaus in Asendorf gemütlich machen oder im B&B Augustenhöh, eine 100 Jahre alte Jugendstilvilla am Waldrand. 

Von all diesen Sehnsuchtsorten erzählen die WOCHENENDER. Und man merkt ganz schnell: Das kleine große Glück liegt wirklich nah. 

Autor: Sabrina Waffenschmidt

Titelbild: (C) David Maupilé

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